Dicke Dinger, dicke Zigarren

"Liiih!" Chantal quiekte wie eine Maus. "Was ist das?"
"Ich denke, Du magst das, wenn es im Bauchnabel prickelt oder so."
Chantal seufzte. "Ja sicher," meinte sie mit ihrem niedlichen Akzent, "aber nur im Bauchnabel, nicht auf den ganze Bauch. Und ich mag Champagner in die Bauchnabel, aber was ist dies?"
"Kefir." Der Kanzler lachte sein sympathisches Lachen und kippte den Rest des kalten Kefirs auf Chantals nackten Körper. Das Zeug perlte mittlerweile schon arg, das Haltbarkeitsdatum war schon seit einer Woche abgelaufen, aber Gerhard hatte seinen Freund Didiér Hupf-Dohlen nicht beleidigen wollen, als der mit 2.000 Becher Kefir und Buttermilch ankam. Der Werbevertrag war gecancelt worden, und deshalb stand Didiér jetzt mit dem Restbestand da, den er auf den Kanzler und die Minister verteilte. Und der Kanzler verteilte es eben auf Chantal.

Chantal lächelte, als Gerhard abwechselnd an seiner Zigarre zog und den Kefir abschleckte. "Sag mir noch etwas Schmutziges.", hauchte sie und hoffte, Gerhard hätte mittlerweile verstanden, was sie damit meinte und würde nicht wieder "mir noch etwas Schmutziges" oder "Küche" sagen.
"Chantal, ich würde Dich selbst dann noch nehmen wollen, wenn Du Bürgerrechtlerin wärst." Das war Gerhards kleine Perversion, die er mit Chantal pflegte. Manchmal musste er sich nackt an den Tisch setzen, und Chantal las ihm die Verfassung vor. Gerhard sprang dann irgendwann auf, zerriss die Seiten mit dem Text, schrie "ich ändere das ganze Gesetz", und dann trieben sie auf auf den zerfledderten Seiten. Dorit machte solche Dinge leider nicht mit, außerdem war sie auch recht dünn, wohingegen Chantals Brüste zu Recht als dicke Dinger bezeichnet werden konnten.
"Oh, Du bist so süß." Chantal zog ihn an sich und schloss genießerisch die Augen, als Gerhard begann, ein wenig Süßholz zu raspeln.

"Du siehst aus so... erschöpft."
Gerhard nickte und zog an seiner Zigarre, die er auch beim Sex nicht aus der Hand gelegt hatte. "Das bin ich ja. Aber sag mir erst, wie ich war."
"Wie immer wunderbar, Cheri." Chantal war noch dabei, sich den Mund neu zu schminken, was nach einem Flötensolo einfach ein Muss war...
"Du warst aber auch nicht schlecht.", meinte er gönnerhaft und verstaute seinen "kleinen Tiger" wieder. "Sieht er schon länger aus?", fragte er und runzelte die Stirn. "Ich gebe ein Heidengeld für diese Tabletten aus, aber irgendwie finde ich, man sieht nicht viel von einem Wachstum."
"Du nimmst dies Viagra?"
"Nein nein, das sind Pillen, die den kleinen Tiger hier länger machen." Gerhard lächelte. "Es ist einfach der Wahnsinn, was man heutzutage alles übers Internet bekommt. Clemens zum Beispiel saniert gerade den Haushalt zusammen mit den Nigerianern." Er betatschte Chantals üppige Brüste und kuschelte sich an die hübsche Französin.
Chantal lächelte und strich dem Kanzlers über das schwarze Haar. "Du bist so thüß.", flüsterte sie, aber der Kanzler bekam ihren kleine Fauxpas nicht mit, so sehr war er darin vertieft, seinen kleinen Tiger zu betrachten.

>> Schöner neuer Henry


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